Bloggen und die Auswirkungen

Ist bloggen nur ein Volkssport und eine Modeerscheinung, die irgendwann wieder nachlässt und vom oberflächlichen Gegenspiel aus Anonymität einerseits und dem Hang nach Extrovertiertheit andererseits geprägt ist?

Schwierig zu beantworten…

Im aktuellen Focus Spezial “digital life” als Bürgerjournalismus aufgegriffen, als ernsthafte Konkurrenz etablierter Lokalmedien. Der Begriff “Bürgerjournalismus” weckt Erinnerungen an das Lokalradio und den dortigen Bürgerfunk. Eine Sendung, bei der ich, egal in welcher Ausprägung, weder ein interessantes Thema, noch eine gute Musikzusammenstellung ausmachen konnte. Nicht gerade etwas, was ich mit Bloggen gleichsetzen würde. Sicherlich gibt es eine Menge Blogs, über die nur Stumpfsinn verbreitet wird, aber sicher ebensoviele, wenn nicht noch mehr bieten themenbezogen gute Inhalte, sind professionell betrieben haben nicht den kleinsten Hauch von Bourgeouisie.

Eine Kategorisierung, die mir wesentlich besser gefällt, nimmt eine Stdui der Uni Leipzig vor, siehe auch diese Heise Meldung.  Demnach würde ich mich eher in der Kategorie “investigative Multiplikatoren” sehen, die den Mechanismus des Bloggens nutzen, um der Welt ein Stück ihres Wissens preiszugeben ;)

Virtuelle Server mit XEN Teil 1 Das Host System

Rootserver für den eigenen Gebrauch werden immer beliebter und auch immer preisgünstiger. In Zeiten immer größer werdender Bandbreite kann man darauf arbeiten, als würde der Server zu Hause unter dem Schreibtisch stehen. Einzig die “Notfallmechanismen”, wenn man etwas verkonfiguriert hat, oder “mal eben” eine Neuinstallation machen will, sind mitunter eine zeitaufwändige Sache. Wenn ich einmal ein lauffähiges System habe, überlege ich mir 2 mal, ob ich daran schraube, auf die Gefahr hin, es irgendwann wieder neu aufsetzen zu müssen, oder lieber nicht.

Diese Überlegungen haben mich dazu gebracht, mich mit Virtualisierungslösungen auseinanderzusetzen. Da auf meinem Rootserver keine grafische Oberfläche läuft, waren Tools wie VMWare dazu nicht geeignet, noch dazu, weil es Geld kostet.

So bin ich recht schnell auf XEN gestossen und habe meine ersten Gehversuche damit gemacht. Mit der Lösung es selbst zu kompilieren war ich nicht sonderlich zufrieden, die unprivilegierten Domains sind nie sonderlich stabil gelaufen. (Zur Begriffsklärung seien die Projektseiten zu XEN empfohlen.). Man muß auch gar nicht zwangsläufig selbst kompilieren, weil es schon eine Reihe fertiger Binaries findet, die man recht schnell zum Laufen gebracht hat.

Wie das im Einzelnen geht sei hier erläutert:

Vorarbeiten:

Ich habe auf meinem Rootserver ein Debian basiertes Host / Gast System verwendet, wobei die Wahl der Distribution mehr oder weniger beliebig ist, Binaries gibt es mittlerweile für die meisten Distributionen.

  • Wir schmeissen ein paar überflüssige Pakete runter und installieren erforderliche Pakete:

apt-get remove exim4 exim4-base lpr nfs-common portmap pidentd pcmcia-cs pppoe pppoeconf ppp pppconfig
apt-get install screen ssh debootstrap python python2.3-twisted iproute bridge-utils libcurl3-dev

  • Download des Binaries:

cd /usr/src/
wget http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/netos/xen/downloads/
xen-2.0.7-install-x86_32.tgz

  • XEN installieren:

tar xvzf xen-2.0.7-install-x86_32.tgz
cd xen-2.0-install
./install.sh

mv /lib/tls /lib/tls.disabled

  • Startskripte mit den Runleveln verlinken:

update-rc.d xend defaults 20 21
update-rc.d xendomains defaults 21 20

Um dafür zu sorgen, dass der XE-Kernel auch gebootet wird sind einige Erweiterungen in der menu.lst von Grub erforderlich:

title Xen 2.0 / XenLinux 2.6.11
kernel /xen.gz dom0_mem=64000
module /vmlinuz-2.6.11-xen0 root=/dev/hda6 ro console=tty0

XEN funktioniert so, dass der harwareseitig zu Verfügung stehende Hauptspeicher unter den Domains aufgeteilt werden kann, in unserem Beispiel hat der Host (dom-o) 64 MB Speicher bekommen. Da er nichts weiter machen wird, als das NATing für die Gastsysteme zu übernehmen, sollte das ausreichen, das sei aber jedem selbst überlassen. Für unser Beispiel habe ich /dev/hda6 als Root Partition verwendet, hier muß natürlich eine Anpassung an die jeweilige Partitionierung erfolgen.

Nach einem Reboot des Rechners sollte der Xen Kernel zur Auswahl angeboten werden und sich starten lassen. Damit steht das Host System :)

Brandneu: Yahoo Pipes

So etwas wie “der letzte Schrei” ist ein Ausdruck, den man in Verbindung mit der rasanten Entwicklung des Internets eigentlich gar nicht verwenden möchte, dafür überholt sich alles viel zu schnell selbst…

In dieser Woche kann man überall (s.u. kurze Linksammlung) über Yahoo Pipes lesen, ein neuer Service, der einem erlaubt, mittels eines grafischen Editors Mashups aus verschiedenen populären RSS Feeds zusammenzustellen um sie zu veröffentlichen, oder in eigene Applikationen einzubauen. Glaubt man der Beschreibung bei Yahoo, kann man eigene Feeds anbieten, ohne auch nur eine einzige Zeile Code zu schreiben. Angeboten werden können dabei Formate wie: RSS, RDF, JSON and Atom.

Klingt erst mal interessant, auch wenn es mir vielleicht nicht gefällt, dass immer mehr Menschen, Dinge bauen und zur Verfügung stellen können, ohne uach nur eine einzige Zeile Code dafür schreiben zu müssen. Womit soll ich denn da noch mein Geld verdienen? ;)

Links zum Thema:

YPipes bei Heise, im Namics Weblog und bei Slashdot

Übeltäter aufgespürt und neues Gesicht…

Es hat nicht lange gedauert, herauszufinden was es war… Ich benutze das Kontaktformular Plugin von Johannes Ries und scheinbar mag das mit der neuen Version nicht zusammenarbeiten…

Nachdem ich es deaktiviert habe, scheint der Editor jedenfalls zu gehen. Mal sehen, ob ich das so angepasst bekomme, das es weiter funktioniert.

Gleichzeitig mit dem Update der Software hat mein Blog mal ein neues Gesicht bekommen. Ganz zufrieden bin ich damit noch nicht und an manchen Stellen ist es noch nicht ganz rund, aber: was wäre das Leben ohne Bastelei?

Das Update

In den letzten Tagen ging die Nachricht ja durch das WWW, WordPress ist als neue Version draussen. Es heisst ja so schön, never touch a running system, aber mal ehrlich, was gibt es reizenderes als das Ausprobieren, wir sind schliesslich keine “Techies” geworden, um uns den ganzen Tag mit funktionierenden Dingen rumzuschlagen… :)

Nach einigen Tagen des Zögerns hat es mich also auch erwischt und ich habe mein Blog upgedatet, streng nach Anleitung natürlich…
Längst nicht so trivial, wie man sich das wünschen würde, drängt sich die Frage auf: Geht das nicht einfacher? Warum muß das so fehleranfällig sein und wäre es nicht leichter, noch mehr dessen, was im Dateisystem übrig bleibt, in der Datenbank abzulegen? Mag sein, ich weiß es nicht, so tiefgehend sind meine WP Kenntnisse nicht, als das ich mir hier ein wirklich qualifiziertes Urteil erlauben könnte.

Alle Schritte ausgeführt, dann die Seite aufgerufen, ein stockender Ladebalken, (dann stockender Atem ;) ), doch siehe da, es geht noch…
Geschafft!
Also los, rausfinden, was alles neu ist. Schon nach wenigen Klicks fällt auf: Hm, wie ist denn das jetzt hier mit dem Editor?? Ich sehe zwar die Reiter “Visuell” und “Code”, aber egal, welchen ich davon auswähle, Schaltflächen gibt es keine… Irgendwas stimmt hier nicht! Die Häkchen zum ein- bzw. ausschalten des WYSIWYG-Editors sind verschwunden, klar, die neue Funktionalität sollte das Switchen während der Eingabe erlauben… Und jetzt?

Das war doch eigentlich der Hauptgrund für das Update gewesen, hatte ich doch bei meiner vorherigen 2.0.x Version den WYSIWYG-Editor einmal abgeschaltet und seitdem liess er sich nicht mehr aktivieren, egal, ob das Häkchen gesetzt war, oder nicht.

Nach dem speichern sind zumindest die Zeilenumbrüche und Absätze im Text aufgetaucht, allerdings ein schwacher Trost. Sollte ich eine Lösung finden, werde ich Sie hier veröffentlichen…

was ist dran an Content Börsen?

In den letzten Tagen bin ich häufiger darüber gestolpert, den Begriff der Content Börse… Was es ist? Eine Form von Plattformen, um Inhalte zu beziehen, für Geld, im Tausch, oder gegen andere Arten von Gegenleistungen. Hat das Zukunft? Weiß ich nicht, ich war aber neugierig darauf weil es angepriesen wurde im Rahmen von Suchmaschinenoptimierung, was auch zu den Dingen gehört, mit denen ich mich auseinandersetze.
Bei meiner Surferei bin ich auf die Plattform Textbroker gestossen: dort kann man sich registrieren und sich entweder als Autor, oder als Auftraggeber eines Textes betätigen. Die Rahmenbedingungen:

  • Thema
  • Wortanzahl
  • eventuell vorkommende Keywords
  • Bearbeitungszeit
  • Preis

werden vom Autor vorgegeben. Wenn man seinen Text geschrieben hat wird er bewertet und so gelangt man an seine Geldgutschriften, die ab einem Betrag von 10 EUR ausgezahlt werden.
Soweit, so gut.
Ich habe mich selbst angemeldet um mich mal als Autor zu versuchen. Bei der Registrierung kann man aus einer Reihen von Interessengebieten auswählen, zu denen man dann entsprechende Angebote bekommt.
In meinem konkreten Fall wären das knapp 3 EUR für einen Text mit etwa 700 Wörtern. Ich will gar nicht anfangen, das auf die Stunde runterzurechnen. :)

Von der Idee her nicht schlecht, ob sich das wirklich durchsetzen wird? Wir werden sehen.
Ein wenig scheint die Sache allerdings noch in den Kinderschuhen zu stecken, jedenfalls habe ich beim Versuch, mich in verschiedenen Kategorien umzusehen, Caching-Probleme feststellen können.

WordPress-Themes bis zum umfallen…

Für die Freunde sich verändernden Blog-Aussehens habe ich hier eine schier unglaubliche Sammlung von Themes für WordPress gefunden. Aktuell sind es ca. 1000. Leider kann man die nicht in irgendeiner Form übersichtlich ansehen, sondern muß auf jeden Namen klicken, aber man kann eben nicht alles haben ;)

Viel Spaß beim Suchen…

web2.0 Anwendungen auch selber bauen…

Web2.0 ist aus der Internetwelt gar nicht mehr wegzudenken, ich habe hier ja in einigen Beiträgen auch schon was dazu geschrieben… Auch hier liegt es natürlich für die technisch affinen nah, irgendwann den Schritt zum eigenen doing zu vollziehen und eine eigene Anwendung zu programmieren.

Wer auf schon gesammeltes und niedergeschriebenes Wissen an der Stelle zurückgreifen möchte, wird im Webdesignblog fündig.
Gelesen hab ich es selbst noch nicht, das kommt aber sicherlich noch, daher verschiebe ich die Bewertung auf später…