Ubuntu EEE Serie Teil 1, die Basisinstallation

Mein EEE PC läuft derzeit auf Ubuntu 8.04 von einer 4GB SDHC Karte, mit angepasster Benutzeroberfläche,speziellem Kerne und noch einigem mehr. Da ich hier in den letzten Tagen eine Menge Arbeit reingesteckt habe, nicht nur mit ausprobieren, sondern auch mit googlen, nachmachen, wieder verwerfen und neu suchen, hab ich mich entschieden, eine Artikelserie daraus zu machen, in der ich verschiedene Dionge beschreibe, die ich so gemacht habe.

Dieser erste Teil beschäftigt sich mit der Installation des Betriebssystems an sich.

Ausgangssituation:

  • mein EEE PC 4G mit noch vorhandener Xandros Installation.
  • ein 2GB USB Stick als Installationsmedium
  • eine 4GB SDHC Karte als späterer Träger des Betriebssystems

Zunächst habe ich die für die Installation erforderlichen Datein auf den USB Stick gebracht. Das kann man recht einfach mittels dem Universal Netboot Installer machen, erforderlich waren bei mir noch die mtools, damit das funktioniert.

Man hat die Wahl zwischen einer ganzen Reihe von Distributionen in unterschiedlichen Versionen, die man entweder als Pakete aus dem Netz ziehen kann, oder auch als ISO Image von der Platte. Ich habe mich für ein Ubuntu 8.04 als Netboot Version entschieden, sprich der Installer holt die Pakete während der Installation aus dem Netz.

Karte und Stick einstecken, Netzwerkkabel anstecken und schon kann’s losgehen. Unmittelbar nach dem Booten des EEE PCs die Esc Taste drücken, bis ein Auswahlmenü erscheint, von welchem Medium gebootet werden soll. Auf die Installation werde ich nicht weiter eingehen, das ist beispielsweise hier beschrieben.

Wichtig ist, bei der Partitionierung die das richtige Medium zu erkennen, aber hier liefert der Installer meiner Meinung nach ausführliche Hinweise. Kurz vor der Ende der Installation wird abgefragt, wohin der Bootloader installiert werden soll. Ich habe mich dazu entschlossen, grub nicht in den MBR schreiben zu lassen, sondern auf die Karte, um die Xandros Installlation völlig unangetastet zu lassen.

Wenn man nach der Installation den EEE PC einfach bootet und wie oben bereits beschrieben im Bootmenü das Booten von der SD Karte, also unser gerade installiertes Ubuntu auswählt, stellt man fest, dass der Bootloader mit einem Fehler stehen bleibt. Der Grund hierfür ist schnell gefunden, nämlich eine falsche Nummerierung von Laufwerken und Partitionen in der /boot/grub/menu.lst. Die ist meiner Meinung nach bedingt durch die 3 unterschiedlichen Medien bei der Installation.

Hier wirkt sich positiv aus, dass man das Xandros unangerührt gelassen hat, so kann man es nämlich einfach wie gewohnt starten und die entsprechende Datei auf der Speicherkarte anpassen.

Bei mir sieht das so aus:
title Ubuntu 8.04.1, kernel 2.6.24-19-generic
root (hd0,0) -> hier war eine Ersetzung von (hd1,0) zu (hd0,0) nötig
kernel /boot/vmlinuz-2.6.24-19-generic root=UUID=7cfeae93-a475-41a8-8592-f0f897cb93f0 ro quiet splash
initrd /boot/initrd.img-2.6.24-19-generic
quiet


title Ubuntu 8.04.1, kernel 2.6.24-19-generic (recovery mode)
root (hd0,0) -> hier war eine Ersetzung von (hd1,0) zu (hd0,0) nötig
kernel /boot/vmlinuz-2.6.24-19-generic root=UUID=7cfeae93-a475-41a8-8592-f0f897cb93f0 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.24-19-generic


title Ubuntu 8.04.1, memtest86+
root (hd0,0) -> hier war eine Ersetzung von (hd1,0) zu (hd0,0) nötig
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet

Ich habe alle übrigen Einträge rausgelöscht, weil ich sie an dieser Stelle nicht brauche. Bei einem neuen Versuch startet das Ubuntu, wie gewohnt.

virtueller EEE PC als Testsystem oder Spielwiese

Das Zurücksetzen des EEE PC ist zwar in extrem kurzer Zeit gemacht, was aber aufhält ist das Anpassen der Konfiguration, Nachinstallieren von Paketen, usw. Es wäre also nicht schlecht, eine Spielumgebung zu haben, um Dinge auszuprobieren, bevor man sie auf dem eigentlichen EEE PC macht, stichwort virtual appliance. Asus legt dem Gerät eine Recovery DVD bei, die ein komplettes Image des Wiederherstellungssystems enthält. Mit dieser DVD, einem Linux System und ein wenig Geduld lässt sich ein wunderbares virtuelles Abbild des Systems erstellen, sowohl für den VMWare Player, als auch für Virtualbox. Wie das z.B. via qemu geht, ist hier und hier beschrieben.

Darüber hinaus liegt das Image zusammen mit einem Xandros sdk auch seit einiger Zeit bei Sourceforge. Aus der sdk Umgebung heraus lässt sich ebenfals ein Image für eine virtuelle Machine erzeugen.

Dem Gefrickel steht also nichts mehr im Wege und Unentschlossenen mag das Image vielleicht sogar noch zur Kaufentscheidung verhelfen. 🙂

Google Maps und TomTom

Ich persönlich finde, die Google Maps Geschichte wird immer besser, man kann Routen jetzt als Fußgänger/ Radfahrer generieren lassen und durch einfaches click & drag die Route nach eigenem Belieben auf der Karte umherziehen.

Wenn man sich ein wenig mit den Navigationssystemen von TomTom beschäftigt, stellt man fest, dass die Routen, die sich im TomTom anlegen lassen, nichts weiter sind, als die entsprechenden Geokoordinaten und der Straßennamen, abgelegt in einer speziell formatierten Textdatei.

Das sind im Grunde alles Informationen, die Google Maps ebenfalls anbietet, so dass man seine Routenplanung komfortabel am PC machen kann, in dem man alle Stationen, die man abfahren möchte als Zwischenstops in eine Google Maps Route packt. Die sieht man dann als Marker auf der Karte und kann sie ggfs. nachjustieren, oder ändern.

Findige Köpfe haben hier ein Script zur Verfügung gestellt, dem man nur noch die Google Maps URL übergeben muss und es erzeugt ein TomTom .itn File mit der eingestellten Route.

Jetzt einfach das TomTom an den PC anschliessen und die Datei in das Verzeichnis „itn“ kopieren, dann steht die Route zur Verfügung.

Ein paar Dinge, auf die man achten sollte:

Damit der Konverter korrekt funktioniert, braucht er zu jedem Marker auf der Karte die Geo Position. Diese wird nicht standardmässig von Google in die URL übernommen. Hierzu einfach die jeden Marker ein wenig hin und her bewegen und Google fügt den Geo Code in das entsprechende Eingabefeld ein.

Mir ist aufgefallen, dass bei vielen Markern die Aktualisierung machmal ein wenig hakt, dann einfach für die noch fehlenden Geo Codes eine neue Karte aufmachen und die Marker dort bewegen.

Auf die gleiche Weise kann man weitere Marker einfügen, da die Marker nach dem Alphabet bezeichnet werden ist die Anzahl an Zwischenstops pro Karte nämlich begrenzt.

Vor dem Kopieren der Textdatei auf das TomTom empfiehlt es sich, sie noch einmal zu öffnen und sie ggfs. nachzubearbeiten, ich habe beispielsweise bei Umlauten hin und wieder ein Schmutzzeichen festgestellt und das händisch korrigiert.

Asus EEE PC als Dualboot System

Anfangs war ich von der Xandros Installation auf dem EEE PC nicht so ganz begeistert, weil eine Reihe von für mich wichtigen Programmen (Bluefish, make, etc.) nicht vorhanden sind. Was aber eindeutig für dieses System spricht, es ist vorkonfiguriert und funktioniert nahezu out of the box. Daher wollte ich es nicht platt machen und habe mich dazu entschlossen über den Card Reader mittels einer SDHC Karte das System als Dual Boot System zu betreiben. So kann ich mit dem System frickeln, welches auf der Karte ist und im Notfall immer noch auf das Xandros System zurückgreifen.

Ich wollte mir die Installation auf der Karte möglichst einfach machen und bin nach ein wenig Googelei auf die Beiträge von Matthias Schlenker gestoßen. Der bietet ein Ubuntu Image an, dass sich per dd auf die SD Karte schreiben lässt und schon hat man ein zweites System parat. Die Beschreibungen, was zu tun ist, sind ziemlich gut, daher werde ich das hier nicht unnötig wiederholen…

Ein Punkt sei angemerkt, der mir noch aufgefallen ist:

Ich kam nicht auf Anhieb mit dem Image ins Netz, weil dort noch Konfigurationsdaten drin waren (Gateway, etc.) die ich anpassen musste.

Das  Software Update klappte tadellos und auch der hier beschriebene Neubau der W-LAN Treiber mit diesem Skript liefen wie am Schnürchen.

Falls jemand eine größere Karte hat, als das angebotene Image (4GB), auch das Ausdehnen des Images auf grö0ere Karten ist in einem Artikel beschrieben.

Ich kann nur sagen, Danke schön! 🙂

Desktop Blogging

Da ich oft in der Situation bin, Zeit für das Schreiben eines Blogartikels zu haben, aber gerade nicht online zu sein (wie zum Beispiel in der Bahn…) habe ich nach Software für offline Blogging gesucht, wenn möglich für verschiedenen Betriebssyteme, da ich meistens mit Linux arbeite.

WordPress bietet hier zwar auch die Möglichkeit des Bloggens per Mail, so dass man eigentlich nur unterwegs eine Mail schreiben muss, die man dann nur noch versenden muß, wenn man online ist. Gerade aus Sicht der Formatierungsmöglichkeiten finde ich das aber eher unkomfortabel.

Daneben bietet WordPress ja aber noch 2 weitere Möglichkeiten für externe Tools an, XMLRPC und Atom Publishing Protocol.

Hier bin ich auf einen Vergleich verschiedener Tools gestoßen. entschieden habe ich mich letztendlich für Bleezer. Durch die Java Runtime auch ganz kommfortabel auf dem EEE PC lauffähig.

Soweit funktioniert es ganz gut, es hat nur ein paar kleine Schwierigkeiten, so reagiert das Texteingabefeld manchmal etwas unerwartet, was die Cursorposition angeht, aber das bekommt man schon hin.

Bei meinem ersten Post hatte ich das Problem, dass die Eingabenin den Textfeldern nicht gespeichert wurden, aber das war unter Umständen ein Initialisierungsproblem, beim nächsten Versuch ging es jedenfalls.

Alle Artikel, die man mit dem Tool schreibt sind an einem speziellen Tag zu erkennen, das lässt sich bei Bedarf auch abschalten…

Powered by Bleezer

Wii, Opera und das leidige Thema Flash

Ich habe eine neue Seite eingefügt, die einfach nur den laut.fm Player meiner Radiostation darstellt. Da ich ja ein Plugin installiert habe, dass den Browser der Wii erkennt und die Seiten entsprechend darstellt, wollte ich herausfinden, ob man so den Player auf dem Fernseher, bzw. die Stereoanlage bringen kann. Leider musste ich feststellen, dass das nicht funktioniert, scheinbar ist die Flashversion, mit der der Player gemacht ist, neuer, als das, was der Opera in der Wii anzeigen kann, mir fehlen nämlich einige Schaltflächen.

Bei meiner Suche, wie das alles zusammenhängt habe ich folgendes herausgefunden:

Opera für Nintendos Wii unterstützt derzeit nur Flash 7. Flash 8 bzw. 9 stellt Adobe dem Entwickler nicht zur Lizenzierung zur Verfügung, so Opera in einem Forenbeitrag, das aktuelle Software Development Kit von Adobe ist derzeit nur für Flash 7 zu haben.

Quelle: Golem

Schaut man sich den genannten Forenbeitrag an, findet man dort folgendes:

It seems that Flash 7 is the latest version available for licensing from Adobe. This means no Flash 9 for platforms not directly supported by Adobe.

Qelle: my Opera

Auf der gennanten Adobe Seite heisst es:

As of October 1, 2007, the Macromedia® Flash® Player 7 SDK will no longer be available. The migration path for the Flash Player 7 SDK is Adobe® Flash Lite™ 3.

Quelle: Adobe

Das beudetet wohl, dass es für die Entwickler möglich sein sollte, hier einen aktuellen Browser zu entwickeln. Bleibt zu hoffen, dass es bald ein Update des Internet Channels gibt mit einer neuen Opera Version.

Weitere Diskussionen zum Thema:

Nintendoforum