Kismet und Festival auf dem EEE 4G mit EasyPeasy 1.0

Sinn und Zweck eines Netbooks ist ja vor allem, auch unterwegs online gehen zu können, neben dem Internetzugang per UMTS  bieten sich hierzu offene W-LANs und Hotspots an. Für das Aufspüren von W-LANs ist unter Linux sicherlich Kismet das Mittel der Wahl, kombiniert man das Ganze dann noch mit der Sprachausgabe (Festival) halte ich das für eine prima Sache.

Aus früheren Versuchen weiß ich, dass nicht alle W-LAN Chips ohne weiteres mit Kismet funktionieren und sich in den benötigten Monitor-Mode versetzen lassen, daher wollte ich herausfinden, ob das mit einem EEE-PC und dem verwendeten Atheros Chipsatz möglich ist.

Um das  Ergebnis vorwegzunehmen: Es geht!

So hab ichs gemacht:

  1. zunächst über die Paketverwaltung kismet und festival mit den benötigten Abhängigkeiten installiert.
  2. Herausfinden, welches Interface als wireless Interface verwendet wird: sudo iwconfig bei mir war das Interface wlan0
    wlan0     IEEE 802.11bg  ESSID:“warp-zone“
    Mode:Managed  Frequency:2.422 GHz  Access Point: 00:1B:2F:50:B8:10
    Bit Rate=36 Mb/s   Tx-Power=27 dBm
    Retry min limit:7   RTS thr:off   Fragment thr=2352 B
    Encryption key:1410-2001-04   Security mode:open
    Power Management:off
    Link Quality=68/100  Signal level:-53 dBm  Noise level=-97 dBm
    Rx invalid nwid:0  Rx invalid crypt:0  Rx invalid frag:0
    Tx excessive retries:0  Invalid misc:0   Missed beacon:0
  3. Chipsatz des W-LAN Chips identifizieren: lspci | grep -i net.
    01:00.0 Ethernet controller: Atheros Communications Inc. AR242x 802.11abg Wirele
    ss PCI Express Adapter (rev 01)
    03:00.0 Ethernet controller: Attansic Technology Corp. L2 100 Mbit Ethernet Adap
    ter (rev a0)
    Wichtig ist dabei die folgende Zeile: Den zugehörigen Treiber findet man in der Kismet Dokumentation unter Punkt 12 (Capture Sources).
  4. die Datei /etc/kismet/kismet.conf muss angepasst werden. Dort wird zunächst der User eingetragen, mit dem ich mich am System anmelde:
  5. Ausserdem muss als source das Ergebnis der Punkte 2 und 3 eingetragen werden. Bei mir sieht die Zeile dann so aus: source=ath5k,wlan0,atheros
  6. Damit die Sprachausgabe funktioniert muss noch folgendes aktiviert werden:
  7. mit sudo kismet das Ganze starten und schauen, welche W-LANs gefunden werden 🙂

Wie die Bedienung von Kismet funktioniert, bzw. welche Parameter noch über die Konsole beim Programmstart mitgegeben werden können, ist der entsprechenden Seite im Ubuntuuserswiki zu entnehmen.

Have fun!

Gnome Voice Control im Netbook Remix

Eins der Dinge, die mir sehr gut am EEE PC mit originalem Betriebssystem gefalllen ist das Voice Control Modul. Bei meinen Tests funktionierte es ziemlich gut, schade nur, dass es nicht erweiterbar ist. Für die EasyPeasy Installation auf meinem Laptop habe ich mich auf die Suche nach einem entsprechenden Tool für Ubuntu gemacht und bin dabei auf Gnome Voice Control gestossen. Ursprünglich entstanden zum Google Summer of Code, hat das Projekt mittlerweile Einzug in die Package Repositories von Debian gehalten.

Nach der Installation des Paketes war ich zunächst ein bisschen verwirrt, weil ich es nicht finden konnte, bis ich dann festgestellt habe, dass es sich um ein Gnome Panel handelt, dass einer Leiste hinzugefügt werden muss.

Mit dem Netbook Remix hat man nicht so ohne weiteres Zugriff auf die Symbolleisten, da die Oberfläche eine fixierte obere Fensterleiste mitbringt, und der Platz rechts und links daneben bereiots belegt ist. Mit einem Rechtsklick auf die Fensterleiste kann man diese Fixiereung allerdings aufheben und anschliessend die Größe verändern. Dadurch legt man einen Teil der darunterliegenden Leiste frei und kann Gnome Voice Control als neues Panel hinzufügen. Das habe ich dann ebenfalls in der Größe verändert und ganz links plaziert, siehe Screenshot.

Mit einem Rechtsklick auf das Panel lässt sich die Spracherkennung starten und ist nach einigen Augenblicken einsatzbereit. Meine Tests mit dem Mailclient haben auch soweit funktioniert, jetzt hoffe ich auf eine Liste aktueller Kommandos und zügiger Erweiterungen.

Im Netz finden sich ein paar Videos, die die Funktionsweise verdeutlichen.

EasyPeasy 1.0 und DVB-T auf dem eee PC

Nachdem mein DVB-T Stick Pinnacle e72 mit Xandros nicht laufen wollte, weil Xandros es für ein USB 1.1 Gerät gehalten hat, habe ich nun mit EasyPeasy einen neuen Versuch gewagt. Als Wiedergabeprogramm habe ich mir Me TV ausgeguckt, weil das ziemlich leichtgewichtig ist und nicht zu viele Abhängigkeiten mit installiert.

Eigentlich hatte ich mich nach dem Einstecken des Sticks schon auf umständliches Kompilieren und Treiber einrichten eingestellt, doch ein kurzes dmesg hat gezeigt, dass der Stick erkannt und als Gerät registriert wurde. Also schnell Me TV installiert und gestartet. Siehe da, das System fragt nach meinem Standort und startet die Sendersuche. Kaum ist die abgeschlossen, startet die Wiedergabe des ersten Senders in der Liste.

Toll!

Google Gears entdecken Teil 1

Google Gears ist sicherlich nicht neu, aber ich bin erst vor kurzem darauf gestossen. Wenn man sieht was es tun soll, drängt sich die Frage auf, warum sind die  Hersteller von Browsern da nicht früher drauf gekommen? (oder warum bin ich nicht auf so eine Idee gekommen… 😉 ) Der „Turboknopf“ von WordPress hat mich jetzt dazu gebracht, mich mit dem Thema mal intensiver zu beschäftigen.

Verschiedene Ansätze zur Architektur von offline Applikationen und Synchronisierungsmechanismen sind hier beschrieben.

Bestandteile von Gears und wozu sie da sind:

  • ein lokaler Proxy (genannt local server), der dafür verantwortlich ist zu entscheiden, ob eine Ressource offline, oder online verwendet werden soll, ansonsten würde bei nicht bestehender Netzwerkverbindung eine entsprechende Fehlermeldung angezeigt, dass die aufgerufene URL nicht zur Verfügung steht.
  • eine Datenbank, um Daten lokal zu speichern, die beim offline Aufruf der Applikation wieder zur Verfügung stehen.
  • der Workers Pool, eine Art Prozessmodell, welches es erlaubt das eigentliche Verhalten der JavaScript Behandlung, die immer single-threaded ist, zu durchbrechen und mehr als einen Thread zu ermöglichen. In den zuvor genannten Architekturprinzipien kommt das speziell zum tragen, wenn es um die Synchronisation geht, die parallel zu dem gemacht wird, was an der Oberfläche für den Benutzer sichtbar ist.

Eine der ersten Google Anwendungen, die das Konzept unterstützt, ist der Google-Reader. Beiträge aus RSS-Feeds lassen sich mit dem lokalen Browser synchronisieren und ohne Internetzugang lesen.

Xandros durch EasyPeasy ersetzen

Da mein EEE-PC  Hitzeprobleme beim Betrieb eines OS von der SD Karte zu haben scheint und ich mich immer häufiger über die Beschränkungen des installierten Xandros Systems geärgert habe, ist es am Wochenende runtergekommen und durch EasyPeasy 1.0 ersetzt worden. Die Installation hat reibungslos funktioniert und auf den ersten Blick scheint alles zu funktionieren.lediglich die ein oder andere Funktionstaste zickt noch rum und das Mikrofon scheint zu streiken, aber das wird sich sicher schnell beheben lassen.

Dafür steht mir jetzt aber die große weite Welt aller Ubuntu Repositories offen…

EEE 4G und unionfs

Als ich über den Recoverymechanismus im EEE PC gelesen habe, habe ich mir das so vorgestellt, wie eine Recovery Partition beim Kauf eines Stabdardrechners, die ein Image enthält, welches sich im Bedarfsfall zurücksichern lässt. Das warf allerdings die Frage auf, warum das beim EEE PC so schnell geht und woher der Platz dafür kommt, da meine Vorstellung davon nicht so recht zur Partitionierung des EEE PC passen wollte.

Also habe ich mir das Ganze näher angesehen und folgendes herausgefunden:

Es gibt eine System- und eine Userpartition auf der internen SD-Card. Diese werden per unionfs „übereinandergelegt“, wobei der Teil, der das Betriebssystem beherbergt, read-only gemounted ist und nur das Homeverzeichnis schreibbar ist.

Schaut man sich an, was sich hinter den Grub Menüpunkten restore und check verbirgt, stellt man fest, dass die Skripte nichts anderes tun, als das Homedateisystem zu cheken und im Falle eines Restores zu formatieren. Das Betriebssystem als solches wird gar nicht angefasst.

That’s it. Darum gehts auch so schnell.