Back to the roots mit KDE

Die letzten Jahre habe ich eigentlich immer mit Gnome gearbeitet, weil es mir besser gefallen hat, als KDE, wobei ich meine ersten Gehversuche mit Linux eigentlich unter KDE gemacht habe. Plasma existiert jetzt bei KDE schon eine ganze Weile und die gröbsten Kinderkrankheiten sind raus, soweit ich das verfolgt habe. Meinem EEE 901,  habe ich daher ein Kubuntu 9/10 verpasst. Der Installer soll eigentlich eine Anpassung bekommen haben, speziell für die Installation auf Geräten mit kleinen Displays, bis auf den Dialog zur Formatierung stimmt das auch, dort waren allerdings die Zeilen ein wenig gestaucht.

Was die Performance angeht, war der Installer vom USB Stick quälend langsam, ich konnte allerdings nicht nachvollziehen, ob der USB Port, oder eine andere Komponente der Flaschenhals ist. Auf einem EEE 701 4g verhält es sich jedenfalls ähnlich.  an einem “großen” Rechner geht die Installation vom Stick allerdings wesentlich schneller vonstatten. Nach der Installation läuft aber alles ganz flüssig und ich bin zufrieden.  Kontact ist ein wenig schwergewichtig auf dem kleinen Display, Mails schreiben und lesen geht allerdings problemlos.

Dank der Plasmawidgets lassen sich Dinge wie ein Twitterclient, das aktuelle Wetter, oder Notizzettel und Newsreader gleich auf dem Desktop ablegen und benutzen, alles in allem ganz angenehm.

Betriebssystem Roundup für den EEE PC

Wie in einem älteren Post beschrieben, lief mein EEE 4G eine ganze Weile mit der 1.0 Version von EasyPeasy, dort hatte ich soweit alles laufen, allerdings fehlte es mir bei einigen Paketen an Aktualität, wie z.B. beim gpsd, der in der dortigen Situation nicht zum Zusammenspiel mit dem Navilock USB GPS Stick zu bewegen war. Mit dem Erscheinen von 1.5 habe ich dann eine Neuinstallation gemacht, die jedoch wenig überzeugend war. Aus der Suche nach einem geeigneten OS ist dieser Beitrag entstanden:

Prämisse war, möglichst wenig Konfigurationsaufwand im Rahmen der Installation treiben zu müssen, aber dennoch die volle Paketauswahl einer Debian basierenden Distribution zur Verfügung zu haben

  • EasyPeasy 1.5 Positiv aufgefallen ist mir die Hardware Unterstützung. Die meisten Dinge funktionoeren auf Anhieb und die Nacharbeiten halten sich im Rahmen, es macht insgesamt einen relativ zuverlässigen Eindruck. Was mir nicht gefällt, dass bei der Paketpflege eigenen Wegeg gegangen werden. Während men bei der früheren Version noch aus den üblichen Ubuntu Paketen wählen konnte, ist das jetzt nciht mehr ohne weiteres möglich, die Auswahl wird also eingeschränkt. Geht also nicht ohne einiges an Aufwand.
  • Debian Eee PC Schnell installiert und mit LXDE auch gut benutzbar. Problematisch waren jedoch Hardwaresupport im Bereich Funktionstasten und WLAN, nicht vollständiges Herunterfahren und all die nervigen Kleinigkeiten, über die man so stolpert, wenn man ein wenig durch die einschlägigen Foren liest. Geht aich nur mit einigen Nacharbeiten.
  • Kubuntu 9.10 for Netbooks:  Ja, ich weiß es ist noch eine Beta und so einiges wird noch nicht gehen, aber bereits der Installer ist größer als das Display und lässt sich nicht verkleinern, oder schieben. Man kann die richtigen Schaltflächen nur raten, um sich durch die Menüs zu bewegen… Noch nicht zu gebrauchen.
  • Ubuntu 9.10 UNR beta: Auch hier eine Beta, die sich aber gut installieren lässt und mit ein paar kleinen Verschluckern reibungslos läuft: Für mich macht das von allem, was ich mir angesehen habe, den besten Eindruck im Verhältnis zum Aufwand, den man treiben muss, um das System einfach nur zu benutzen. Das Human Netbook Theme ist nur noch zweispaltig und macht einen aufgeräumten Eindruck. Das Tiling Problem, welches bei der 9.04er Version noch auftrat scheint ebenfalls behoben. Der Bootvorgang ist deutlich schneller geworden, dank neuer Technik.

Man kann nur hoffen, dass mit dem Verlassen der beta Phase noch ein wenig Stabilität dazu kommt, dann ist es durchaus für den Dauerbetrieb geeignet.

Update auf EasyPeasy 1.1

Ein Update über den eingebauten Mechanismus des Betriebssystems ist beim EEE 4G leider nicht möglich, daher habe ich mit der neuesten Version eine Neuinstallation gemacht. Wie erwartet, lief diese ohne größere Komplikationen durch und mit ein wenig Konfiguration war alles schnell wieder fertig. Optisch gefällt es mir besser, als der Vorgänger und auch, was die Hardwreunterstützung angeht, wurde einiges verbessert, Soundausgabe funktioniert out of the box und auch die meisten Funktionsttasten  verrichten einwandfrei Ihren Dienst.
Alles in allem macht es einen runden Eindruck.

Kismet und Festival auf dem EEE 4G mit EasyPeasy 1.0

Sinn und Zweck eines Netbooks ist ja vor allem, auch unterwegs online gehen zu können, neben dem Internetzugang per UMTS  bieten sich hierzu offene W-LANs und Hotspots an. Für das Aufspüren von W-LANs ist unter Linux sicherlich Kismet das Mittel der Wahl, kombiniert man das Ganze dann noch mit der Sprachausgabe (Festival) halte ich das für eine prima Sache.

Aus früheren Versuchen weiß ich, dass nicht alle W-LAN Chips ohne weiteres mit Kismet funktionieren und sich in den benötigten Monitor-Mode versetzen lassen, daher wollte ich herausfinden, ob das mit einem EEE-PC und dem verwendeten Atheros Chipsatz möglich ist.

Um das  Ergebnis vorwegzunehmen: Es geht!

So hab ichs gemacht:

  1. zunächst über die Paketverwaltung kismet und festival mit den benötigten Abhängigkeiten installiert.
  2. Herausfinden, welches Interface als wireless Interface verwendet wird: sudo iwconfig bei mir war das Interface wlan0
    wlan0     IEEE 802.11bg  ESSID:”warp-zone”
    Mode:Managed  Frequency:2.422 GHz  Access Point: 00:1B:2F:50:B8:10
    Bit Rate=36 Mb/s   Tx-Power=27 dBm
    Retry min limit:7   RTS thr:off   Fragment thr=2352 B
    Encryption key:1410-2001-04   Security mode:open
    Power Management:off
    Link Quality=68/100  Signal level:-53 dBm  Noise level=-97 dBm
    Rx invalid nwid:0  Rx invalid crypt:0  Rx invalid frag:0
    Tx excessive retries:0  Invalid misc:0   Missed beacon:0
  3. Chipsatz des W-LAN Chips identifizieren: lspci | grep -i net.
    01:00.0 Ethernet controller: Atheros Communications Inc. AR242x 802.11abg Wirele
    ss PCI Express Adapter (rev 01)
    03:00.0 Ethernet controller: Attansic Technology Corp. L2 100 Mbit Ethernet Adap
    ter (rev a0)
    Wichtig ist dabei die folgende Zeile: Den zugehörigen Treiber findet man in der Kismet Dokumentation unter Punkt 12 (Capture Sources).
  4. die Datei /etc/kismet/kismet.conf muss angepasst werden. Dort wird zunächst der User eingetragen, mit dem ich mich am System anmelde:
  5. Ausserdem muss als source das Ergebnis der Punkte 2 und 3 eingetragen werden. Bei mir sieht die Zeile dann so aus: source=ath5k,wlan0,atheros
  6. Damit die Sprachausgabe funktioniert muss noch folgendes aktiviert werden:
  7. mit sudo kismet das Ganze starten und schauen, welche W-LANs gefunden werden :)

Wie die Bedienung von Kismet funktioniert, bzw. welche Parameter noch über die Konsole beim Programmstart mitgegeben werden können, ist der entsprechenden Seite im Ubuntuuserswiki zu entnehmen.

Have fun!

Gnome Voice Control im Netbook Remix

Eins der Dinge, die mir sehr gut am EEE PC mit originalem Betriebssystem gefalllen ist das Voice Control Modul. Bei meinen Tests funktionierte es ziemlich gut, schade nur, dass es nicht erweiterbar ist. Für die EasyPeasy Installation auf meinem Laptop habe ich mich auf die Suche nach einem entsprechenden Tool für Ubuntu gemacht und bin dabei auf Gnome Voice Control gestossen. Ursprünglich entstanden zum Google Summer of Code, hat das Projekt mittlerweile Einzug in die Package Repositories von Debian gehalten.

Nach der Installation des Paketes war ich zunächst ein bisschen verwirrt, weil ich es nicht finden konnte, bis ich dann festgestellt habe, dass es sich um ein Gnome Panel handelt, dass einer Leiste hinzugefügt werden muss.

Mit dem Netbook Remix hat man nicht so ohne weiteres Zugriff auf die Symbolleisten, da die Oberfläche eine fixierte obere Fensterleiste mitbringt, und der Platz rechts und links daneben bereiots belegt ist. Mit einem Rechtsklick auf die Fensterleiste kann man diese Fixiereung allerdings aufheben und anschliessend die Größe verändern. Dadurch legt man einen Teil der darunterliegenden Leiste frei und kann Gnome Voice Control als neues Panel hinzufügen. Das habe ich dann ebenfalls in der Größe verändert und ganz links plaziert, siehe Screenshot.

Mit einem Rechtsklick auf das Panel lässt sich die Spracherkennung starten und ist nach einigen Augenblicken einsatzbereit. Meine Tests mit dem Mailclient haben auch soweit funktioniert, jetzt hoffe ich auf eine Liste aktueller Kommandos und zügiger Erweiterungen.

Im Netz finden sich ein paar Videos, die die Funktionsweise verdeutlichen.

EasyPeasy 1.0 und DVB-T auf dem eee PC

Nachdem mein DVB-T Stick Pinnacle e72 mit Xandros nicht laufen wollte, weil Xandros es für ein USB 1.1 Gerät gehalten hat, habe ich nun mit EasyPeasy einen neuen Versuch gewagt. Als Wiedergabeprogramm habe ich mir Me TV ausgeguckt, weil das ziemlich leichtgewichtig ist und nicht zu viele Abhängigkeiten mit installiert.

Eigentlich hatte ich mich nach dem Einstecken des Sticks schon auf umständliches Kompilieren und Treiber einrichten eingestellt, doch ein kurzes dmesg hat gezeigt, dass der Stick erkannt und als Gerät registriert wurde. Also schnell Me TV installiert und gestartet. Siehe da, das System fragt nach meinem Standort und startet die Sendersuche. Kaum ist die abgeschlossen, startet die Wiedergabe des ersten Senders in der Liste.

Toll!

Xandros durch EasyPeasy ersetzen

Da mein EEE-PC  Hitzeprobleme beim Betrieb eines OS von der SD Karte zu haben scheint und ich mich immer häufiger über die Beschränkungen des installierten Xandros Systems geärgert habe, ist es am Wochenende runtergekommen und durch EasyPeasy 1.0 ersetzt worden. Die Installation hat reibungslos funktioniert und auf den ersten Blick scheint alles zu funktionieren.lediglich die ein oder andere Funktionstaste zickt noch rum und das Mikrofon scheint zu streiken, aber das wird sich sicher schnell beheben lassen.

Dafür steht mir jetzt aber die große weite Welt aller Ubuntu Repositories offen…

EEE 4G und unionfs

Als ich über den Recoverymechanismus im EEE PC gelesen habe, habe ich mir das so vorgestellt, wie eine Recovery Partition beim Kauf eines Stabdardrechners, die ein Image enthält, welches sich im Bedarfsfall zurücksichern lässt. Das warf allerdings die Frage auf, warum das beim EEE PC so schnell geht und woher der Platz dafür kommt, da meine Vorstellung davon nicht so recht zur Partitionierung des EEE PC passen wollte.

Also habe ich mir das Ganze näher angesehen und folgendes herausgefunden:

Es gibt eine System- und eine Userpartition auf der internen SD-Card. Diese werden per unionfs “übereinandergelegt”, wobei der Teil, der das Betriebssystem beherbergt, read-only gemounted ist und nur das Homeverzeichnis schreibbar ist.

Schaut man sich an, was sich hinter den Grub Menüpunkten restore und check verbirgt, stellt man fest, dass die Skripte nichts anderes tun, als das Homedateisystem zu cheken und im Falle eines Restores zu formatieren. Das Betriebssystem als solches wird gar nicht angefasst.

That’s it. Darum gehts auch so schnell.

Pinnacle e72 DVB-T unter Ubuntu einrichten

Ich habe ziemlich lange gebraucht und eine Menge Dinge ausprobiert, um den Pinnacle DVB-T Stick unter Ubuntu 8.04 zum Laufen zu bringen, doch das hat mich schliesslich zum Erfolg geführt:

Ich habe mich für die Treiber von linuxtv.org entschieden, bei meiner Suche habe ich zwar noch eine Reihe anderer Treiberquellen gefunden, aber an irgendeiner Stelle hat es immer Probleme gegeben. Damit man auf die Sourcen dort zugreifen kann, benötigt man mercurial und natürlich die üblichen Pakete zum Bau von Software aus Sourcecode:

sudo apt-get install mercurial linux-headers-$(uname -r) build-essential

Als nächstes checkt man die Sourcen für den Treiber aus:

hg clone http://linuxtv.org/hg/v4l-dvb

Dadurch wird ein Verzeichnis “v4l-dvb” angelegt, indem man nun die üblichen Schritte zum Kompilieren macht:

cd v4l-dvb

make

sudo make install

Damit der Stick erkannt wird, nun noch die Firmware an die richtige Stelle kopieren:

sudo cp dvb-usb-dib0700-1.10.fw /lib/firmware/$(uname -r)/

Jetzt sollte im Systemlog eine entsprechende Meldung auftauchen, wenn man den Stick eingesteckt hat:

dmesg

Als Client habe ich kaffeine verwendet, eine Alternative wäre zum Beispiel auch me-tv.

Ubuntu EEE Serie Teil 1, die Basisinstallation

Mein EEE PC läuft derzeit auf Ubuntu 8.04 von einer 4GB SDHC Karte, mit angepasster Benutzeroberfläche,speziellem Kerne und noch einigem mehr. Da ich hier in den letzten Tagen eine Menge Arbeit reingesteckt habe, nicht nur mit ausprobieren, sondern auch mit googlen, nachmachen, wieder verwerfen und neu suchen, hab ich mich entschieden, eine Artikelserie daraus zu machen, in der ich verschiedene Dionge beschreibe, die ich so gemacht habe.

Dieser erste Teil beschäftigt sich mit der Installation des Betriebssystems an sich.

Ausgangssituation:

  • mein EEE PC 4G mit noch vorhandener Xandros Installation.
  • ein 2GB USB Stick als Installationsmedium
  • eine 4GB SDHC Karte als späterer Träger des Betriebssystems

Zunächst habe ich die für die Installation erforderlichen Datein auf den USB Stick gebracht. Das kann man recht einfach mittels dem Universal Netboot Installer machen, erforderlich waren bei mir noch die mtools, damit das funktioniert.

Man hat die Wahl zwischen einer ganzen Reihe von Distributionen in unterschiedlichen Versionen, die man entweder als Pakete aus dem Netz ziehen kann, oder auch als ISO Image von der Platte. Ich habe mich für ein Ubuntu 8.04 als Netboot Version entschieden, sprich der Installer holt die Pakete während der Installation aus dem Netz.

Karte und Stick einstecken, Netzwerkkabel anstecken und schon kann’s losgehen. Unmittelbar nach dem Booten des EEE PCs die Esc Taste drücken, bis ein Auswahlmenü erscheint, von welchem Medium gebootet werden soll. Auf die Installation werde ich nicht weiter eingehen, das ist beispielsweise hier beschrieben.

Wichtig ist, bei der Partitionierung die das richtige Medium zu erkennen, aber hier liefert der Installer meiner Meinung nach ausführliche Hinweise. Kurz vor der Ende der Installation wird abgefragt, wohin der Bootloader installiert werden soll. Ich habe mich dazu entschlossen, grub nicht in den MBR schreiben zu lassen, sondern auf die Karte, um die Xandros Installlation völlig unangetastet zu lassen.

Wenn man nach der Installation den EEE PC einfach bootet und wie oben bereits beschrieben im Bootmenü das Booten von der SD Karte, also unser gerade installiertes Ubuntu auswählt, stellt man fest, dass der Bootloader mit einem Fehler stehen bleibt. Der Grund hierfür ist schnell gefunden, nämlich eine falsche Nummerierung von Laufwerken und Partitionen in der /boot/grub/menu.lst. Die ist meiner Meinung nach bedingt durch die 3 unterschiedlichen Medien bei der Installation.

Hier wirkt sich positiv aus, dass man das Xandros unangerührt gelassen hat, so kann man es nämlich einfach wie gewohnt starten und die entsprechende Datei auf der Speicherkarte anpassen.

Bei mir sieht das so aus:
title Ubuntu 8.04.1, kernel 2.6.24-19-generic
root (hd0,0) -> hier war eine Ersetzung von (hd1,0) zu (hd0,0) nötig
kernel /boot/vmlinuz-2.6.24-19-generic root=UUID=7cfeae93-a475-41a8-8592-f0f897cb93f0 ro quiet splash
initrd /boot/initrd.img-2.6.24-19-generic
quiet


title Ubuntu 8.04.1, kernel 2.6.24-19-generic (recovery mode)
root (hd0,0) -> hier war eine Ersetzung von (hd1,0) zu (hd0,0) nötig
kernel /boot/vmlinuz-2.6.24-19-generic root=UUID=7cfeae93-a475-41a8-8592-f0f897cb93f0 ro single
initrd /boot/initrd.img-2.6.24-19-generic


title Ubuntu 8.04.1, memtest86+
root (hd0,0) -> hier war eine Ersetzung von (hd1,0) zu (hd0,0) nötig
kernel /boot/memtest86+.bin
quiet

Ich habe alle übrigen Einträge rausgelöscht, weil ich sie an dieser Stelle nicht brauche. Bei einem neuen Versuch startet das Ubuntu, wie gewohnt.